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Eine kleine Geschichte über das Baden

Wenn ich an baden denke, denke ich an entspannen und relaxen.Das eigentlich also um sauber zu werden, kommt bei mir viel später (bin dann mal duschen *g*).Wie ist das bei euch?An was denkt Ihr wenn ihr baden hört?
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es beim baden nicht nur ums sauber werden geht.
Ich habe mal was Zusammengefasst um euch einen kleinen Einblick zu geben.

Hat baden also schon immer die gleiche Bedeutung gehabt? Nicht jeder Haushalt war und ist mit einer Badewanne ausgestattet. Stattdessen gab es Badeanlagen.

Die ersten größeren Badeanlagen fanden sich unter anderem in den Städten der Indus-Kultur um 2500–1900 v. Chr. Diese Anlagen waren nicht nur zur Reinigung da, sonder auch zu rituellen Zwecken und dem Vergnügen da.
Man sieht, baden hatte schon früher auch was mit Vergnügen zu tun.
                                                                        
Auch im antiken Griechenland und bei den Römern hatte die Badekultur einen sehr hohen Stellenwert.
Baden war in der Antike ein gesellschaftliches Ereignis. Man wusch sich, speiste gemeinsam, unterhielt und liebte sich. Im öffentlichen Badehaus badeten Männer und Frauen getrennt, doch das private Badegemach galt vielen als Tempel der Lust. Zudem waren im Bad nicht nur Massagen an der Tagesordnung, sondern auch kosmetische Behandlungen und kleinere Operationen.

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches ging es in Europa auch mit der Badekultur bergab. Das Baden wurde erst im frühen Mittelalter wieder entdeckt. Kreuzfahrer brachten die Badekultur aus islamischen Ländern mit nach Europa, und im 12. und 13. Jahrhundert blühte das gemeinschaftliche Baden erneut auf. Wieder waren nicht nur Sauberkeit und Körperpflege, sondern vor allem auch Unterhaltung und Erotik wichtige Bestandteile des gemeinsamen Bades.

Das Badeleben war schon immer eng mit den Vorstellungen von Hygiene sowie entsprechend mit Scham, Lasterhaftigkeit oder eben Enthaltsamkeit verbunden. Seit dem späten Mittelalter galt öffentliches Baden als verwerflich. In christlichen Ländern propagierte die Kirche das Nicht-Baden und erhob es zur Tugend. Sie sah das Baden nicht nur als unsittlich, sondern zudem als überflüssigen Luxus und Verweichlichung an und sprach Verbote aus.
Schließlich brachten die sich ausbreitenden Krankheiten und Seuchen wie Pest und Syphilis die schamlosen Badestuben endgültig in Verruf. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden viele öffentliche Badeanstalten geschlossen. Die Bäder seien schädlich und überflüssig, so nun auch die Ansicht vieler Ärzte. Dieser Meinung blieb man lange treu. Zur Zeit Ludwigs XIV. wurde Körperhygiene ohne Wasser bevorzugt. Und auch im Rokoko wechselte der Adel lieber häufiger die Kleidung, puderte und parfümierte sich, als sich mit Wasser zu waschen.
Könnt Ihr euch das heute vorstellen?

Mit der Aufklärung wurden dann nicht nur Sinn und Nutzen von Hygiene immer bekannter, sondern Wissenschaftler und Ärzte bestätigten auch die wohltuende Wirkung von Heilwasser und heißen Quellen. Die warmen Quellen von Bad Pyrmont wurden schon 1550 schlagartig als Wunderbrunnen bekannt. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich Heilbäder dann zunehmend zum Treffpunkt der Adeligen und Wohlhabenden. Badegäste genossen die lindernde und vorbeugende Wirkung der natürlichen Thermal- und Mineralquellen sowie die wohltuenden Klimabedingungen in den Kurorten. Damals wie heute ging es in der verordneten Kur nicht nur um die körperliche Genesung, sondern auch um seelisches Wohlbefinden und körperliche Schönheit. Auch wenn der Begriff noch nicht geschaffen war: "Wellness" war schon damals wichtiger Bestandteil des Kurprogramms.


Heute gehört Baden zur Wellness und gehorcht neuen Trends. Luxusbäder in teuren Hotels, private Wellness-Tempel und eine große Wohlfühlindustrie machen sich breit und ziehen ein zahlungsfähiges privates Publikum an. Dieser neue Markt wird immer größer. Umfangreiche Serviceleistungen und Wohlfühlprogramme reichen von traditionellen Moorbädern über die Trockenbürstenmassage bis hin zum Entspannungs-Wochenende mit reichlich Ruhe, Luxusbetreuung und Champagnerfrühstück im Rosenbad. Neben luxuriöser Entspannung sind selbst organisierte und bezahlte Gesundheitsvorsorge und Prävention im Trend. Die klassische Kur wird durch "Medical Wellness" und "Prävention" ergänzt. Die Idee des ganzheitlichen Ansatzes beim Baden war eigentlich schon in der Antike gültig. Nur dass bei den Römern nicht nur reiche Kaiser, sondern auch Arme, Diener und Mägde mit ins Badeleben eintauchen konnten.

Man sieht es ging schon früher nicht nur ums sauber werden.

Quelle: Wikipedia
Quelle:Planet Wissen

Kommentare

  1. Oh es gibt bestimmt noch einige, die sich nicht so gern mit Wasser, sondern eher Parfum waschen (hat meine Nase das Gefühl). Ach Heilbäder - ich fahr diesen Monat auch wieder in ein solches^^. Sehr schöner Post, danke für Deine Mühe!

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  2. Mir geht es beim Baden auch in erster Linie ums Entspannen. Die Japaner sollen sogar zuerst duschen, um sich dann zur Entspannung sauber in die Wanne zu legen :)

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  3. Heute ist ja Baden etc. nicht mehr Mittel zum Zweck, sondern Event, Wellness und Lifestyle gleichermaßen.
    Ich bin echt froh, heutzutage zu leben und nicht in Zeiten, als einfach drübergepudert wurde - bäh! Aber wenns bei allen so war, dann ist man auch nicht so aufgefallen *lol*.
    Schönes Posting, liebe Grüße.

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    1. Oh ja , ich bin auch froh das nicht mitgemacht zuhaben:)

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